Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung 2022

So traten die vier gemeldeten Gespanne am 26.10.2022 die Reise in Richtung Ostholstein – Insel Fehmarn an. Wir – das war eine stolze Truppe von 10 Personen – waren alle im Städtchen „Haffkrug“ in verschienenen sehr schönen Ferienwohnungen untergekommen. Direkt am Strand – eine herrliche Landschaft!

Ein Strandspaziergang am Meer war natürlich Pflicht. Für Knox war das das erste Mal am „großen Wasser“ – schon etwas ungewohnt.

Am nächsten Morgen ging es zur Auslosung ins Standquartier. Ein großes „Hallo“ nach der Corona-Pause. Viele DK-Freunde trafen sich nach langem mal wieder! Das war schon eine große Freude.

Die vier Königsleitner losten sich in vier verschiedene Gruppen:

Wo ging es für die einzelnen Führer am nächsten Tag hin ?

Gruppe 1: King von der Königsleite mit Hans-Jürgen Meier

Gruppe 2: Ino von der Königsleite mit Jörg Kleinschmitt

Gruppe 4: Keno von der Königsleite mit Christian Nüsslein und

Gruppe 11: Knox von der Königsleite mit Stefan Gügel (war noch mit Jürgen Strobel angegeben).

Soweit so gut – mal sehen, wo wir alle hin müssen. Gruppe 1 und 2 waren auf dem Festland, Gruppe 4 und 11 auf der Insel Fehmarn. Also – Fahrtzeiten einrechnen!

Bewertung und Feststellung des Formwertes:

Ab 14.00 Uhr begann die Zuchtschau. Wir platzierten uns alle am Rüdenring. Es wurde in zwei Gruppen gerichtet. Ino, Keno und King waren in der ersten Gruppe mit den Richtern : Karlheinz Roth, Mf Karl Stöger und Fr. Pauna und in der zweiten Gruppe ging es mit Knox weiter. Die Richtergruppe hier: Gerd Schad, Margitta Albertsen und

Nach Programm-Nr.:

20 – Ino von der Königsleite – mit Jörg Kleinschmitt – Formwert V

Das V musste man sich regelrecht „erlaufen“. Ino und Jörg machten das sehr gut.

21 – Keno von der Königsleite mit Christian Nüsslein – Formwert sg

Auch Keno und Christian haben es sehr gut gemacht. Keno wurde gekonnt vorgestellt. Diesesmal konnte er den Formwert „Sehr gut“ erhalten.

22 – King von der Königsleite mit Hans-Jürgen Meier – Formwert V => Endring der schönsten 10 Rüden

King und Hans-Jürgen mussten nicht viel laufen. Da war es schnell entschieden – Formwert V bestätigt.

23 – Knox von der Königsleite mit Stefan Gügel – Formwert V => Endring der schönsten 10 Rüden

und auch Knox und Stefan haben das Vorstellen gut gemeistert – auch wenn das nicht die Disziplin von Stefan ist. Knox bestätigte den Formwert V.

Die letzten (schönsten) zehn – dann fünf Rüden mussten nochmals ran. Hans-Jürgen Meier hatte ein Déjà-vu, denn er hatte schon einmal einen V1-Rüden anl. einer Dr. Kleemann………

Erst war er vierter, dann dritter, dann zweiter, dann „Hr. Meier überholen Sie bitte“ !

Was für ein Krimi ! Herzlichen Glückwunsch zum V1 – Rüden!
Da war es passiert…..herzlichen Glückwunsch und alles erdenklich Gute für den morgigen Prüfungstag!

Nach einer unruhigen Nacht, einem spärlichem Frühstück ging es im Morgengrau zu den Stützpunkten.

Als Züchterin, die ja nun vier Gespanne im „Feuer“ hatte, bahnte sich ein Krimi an!

Pünktlich um 7.30 Uhr waren wir (Gruppe 11) am Sammelpunkt eingetroffen und haben unsere Mitstreiter und Richter gefunden. Los ging es ins Revier – aber nicht, wie beschrieben erst ins Feld, sondern – ohne „Lösemöglichkeiten“ direkt ans Wasser. Ich war so aufgeregt – konnte Stefan und Knox nicht begleiten. Das übernahm dann Anja und Jochen für mich – Danke!

Würde Knox seine Arbeit mit Stefan erledigen ?

 

Blick auf´s Meer und Sonnenaufgang links – rechts das Prüfungsgewässer von Knox…..
Die Corona zieht zum Wasser…..viel Suchenglück!

8:30 Uhr – Von den anderen höre ich nicht viel…….sind alle erst im Feld.

10.26 Uhr – Whatsapp von Hans-Jürgen: King raus!

What ??? Warum??? Hans-Jürgen ist von der Rolle – King hat sich der Prüfung entzogen…… Unglaublich für mich – er ist im Feld der verlässlichste! Was war los ?

Gruppe 1: RO Helmut Klotz, Ursula Scriba, Paul Huneke

PNr.: 22, King von der Königsleite, 0400/19, Führer Hans-Jürgen Meier, Fw: v/1, nicht
bestanden


Feld 1: Der braune Rd. beginnt die Suche in einem Rapsfeld zuerst etwas zögerlich, dann
raumgreifender und von Finderwillen geprägt. Leider war in der ganzen Fläche (wie bei den
beiden anderen Hunden) kein Federwild angetroffen worden.
Feld 2: Im zweiten Suchen Gang in hoher Deckungsfläche markiert der Rd. abgegangenes
Rehwild. Beim Überqueren einer Wiese in die nächste Deckungsfläche zeigt der Rd. auf
Einwirkung des Führers Ungehorsam und entzieht sich der Prüfung.

Wo war King ? Panik stieg auf – die stark befahrene Bundesstraße war unweit dieses Suchengebietes…einmal sah Corinna den Rüden vor einem LKW über die Straße rennen – er sucht seinen Herrn……. ehrlich – mir war ganz übel!

13.18 Uhr Anruf von Christian Nüsslein – „Keno hat die Kleemann bestanden“!

Super Christian – herzlichen Glückwunsch! Als Erstlingsführer seinen ersten DK durchgeführt bis zur Dr. Kleemann! Sehr gut gemacht und fleißig geübt!

Gruppe 4: RO Karl Stacheter, Pay Hansen, Günter Koszinowski

PNr.:21 Keno von der Königsleite 0399/19, Führer Christian Nüßlein, Fw: sg, bestanden KS

Feldarbeit: In der ersten Suche stand der Führer seinem Hund im Weg, so dass die Suche zu
Beginn etwas zögerlich war. Die weiteren Suchen hingegen waren weiträumig und im flotten
Galopp. Der Rüde stand mehrmals Hasen vor und konnte an einem Hasen durch Thriller sofort
gehalten werden.
Wasserarbeit: Der Rüde nahm das Wasser sofort an und suchte den ganzen Schilfgürtel rechts
und links und auch das gegenüberliegende Ufer gründlich ab. Er machte dabei zwei Enten auf
wovon der Führer eine schießen konnte. Diese wurde ihm sogleich von seinem Rüden korrekt
zugetragen.

Und gleich im Anschluss die Rückmeldung von Jörg Kleinschmidt um 13.50 Uhr – „Geschafft – wir sind erfolgreich durch die Prüfung gekommen!“

Super Jörg! Was freu´ich mich! Nach Corona mit der langen Pause musste das Gespann einen „langen Atem“ haben und endlich starten zu können! Herzlichen Glückwunsch. Schön auch, dass eine Schwedin Fotos von Jörg und Ino machte und uns zur Verfügung stellte! Übrigens – auch ein sehr toller Bericht des Richterobmanns!

Gruppe 2: RO.: Hans J. Machetanz, Jürgen Briechle, Heinrich Oldvater

Vorab: Für die Feldsuche standen weite Wintergersten- und niedrige Rapsfluren zur Verfügung. In
jedem Feld kamen Hasen vor, punktuell lagen auch Rehe in der Deckung. So konnten alle Hunde
an Haarwild geprüft werden. Federwild kam nicht vor.
Das Prüfungsgewässer war ca. 1 ha groß und wies rundum einen mehrere Meter breiten dichten
Schilfgürtel auf.
Die Prüfungshunde wurden während der Feldsuche am Vormittag mitgeführt. Keiner der Hunde
zeigte dabei Wesensauffälligkeiten.
Alle Hunde absolvierten den ersten, etwa. 20-minütigen Suchengang als Einzelsuche in der
nachstehenden Reihenfolge. Sie starteten dabei mit Nackenwind und suchten nach einem
Schwenk gegen den Wind zurück.
Der zweite Gang war für PNr.: 36 nochmals eine Einzelsuche, die anderen beiden Hunde wurde
zur Paarsuche aufgerufen.

PNr.: 20, Ino von der Königsleite 0783/17, Führer Jörg Kleinschmidt, Fw: v, bestanden KS


Ino zeigte von Anfang an eine sehr gute, weite Suche, steigerte sich sogar während der Paarsuche
und stand einen Hasen vorbildlich vor. Beim aufstehenden Hasen absolut gehorsam und
schussruhig, während sich der Suchenpartner um den Hasen „kümmerte“. Während der
anschließenden Einzelsuche in einer kleinen Schilfdeckung stellte sich der Rüde sofort auf das
neue Gelände ein suchte angepasst kurz, stand wiederholt Rehwild vor, an dem er ohne
Führereinwirkung gehorsam war.
Mit einer knappen, leisen Weisung zum „Stöbern ohne Ente“ ging der Rüde passioniert ins Schilf
und drückte schon nach kurzer Zeit ein Teichhuhn heraus. Ständig mit der Nase im Wind hängend
suchte er sehr planmäßig und ruhig den Schilfgürtel ab, orientierte sich von Zeit zu Zeit kurz nach
seinem Führer und setzte auf einfachen Wink die Suche in gleicher Weise fort, wobei er die
Witterung einiger zuvor abgestrichener Enten kontrollierte. Eine geschmeidige, nahezu lautlose und
sorgfältige Arbeit, die mit 4h bewertet wurde. Zum „Stöbern mit Ente“ musste der Hund sehr weit
entfernt angesetzt werden, was er bravourös meisterte. Er nahm sehr schnell die Entenwitterung
auf, folgte Ihr auf der Schwimmspur und drückte sie gekonnte aus der Deckung. Leider konnte die
abstreichende Ente nicht erlegt werden, folglich wurde eine tote Ente zur Feststellung des Bringens
benutzt. Der Hund absolvierte auch dieses Fach fehlerfrei und beendete die Wasserarbeit unter
Zuschauerapplaus.

Leider von King noch immer keine Rückmeldung – wie vom Erdboden verschluckt und Knox noch nicht fertig im Feld. Meine Nerven lagen blank!

14.40 Uhr – Gruppe 11 ist fertig – und Knox und Stefan haben es geschafft! Hurra! Herzlichen Dank an Stefan für´s Führen von Knox…das war ein heißer Reifen – Führerwechsel 14 Tage vor der Prüfung, da Jürgen – Knox´ls Herrchen mit Bandscheibenvorfall zuhause war! 1000 Dank!

Gruppe 11: RO MF Ing. Dieter Kowarovsky, Rüdiger Engling, Cornelia Grün

PNr.: 23 Knox von der Königsleite, 0401/19, Führer Stefan Gügel, Fw: v, bestanden KS


Rüde arbeitet, nach zögerlichen Beginn Schilfrand gut ab, nimmt jedoch Wasser noch
nicht an. Im Suchenverlauf steigert Rüde seine Intensität im Schilf und Wasser mit ausreichender
Suche. So findet Rüde bei seiner Suche im hinteren oberen Schilfrand Ente, drückt Ente aufs
Wasser. Bringen der geschossenen Ente in Ordnung. Bewertung: 4
Feldarbeit: Suche in Z.R. ist planvoll mit System, dreht gut in den Wind, kann Hase Vorstehen.
Schussruhe und Gehorsam sind in Ordnung. Anmerkung von mir: Suchengang dauerte fast eine Stunde, mind. 18 Hasen kamen vor – und Knox fing noch eine Ratte 🙂
2.: Bei weiterer Suche zeigt Rüde ausreichende Suche mit angepasster Weite und Schnelligkeit.
3.: Bei Suche in Wiesenstreifen zeigt Knox auch An-und Nachziehen mit Vorstehen auf Enten.
Gehorsam am Wild mit Schussruhe sind in Ordnung. Die Zusammenarbeit Rüde mit Führer
ohne Problem. Alle Prüfungsfächer werden mit Note 4 bewertet

So schön wie es war – es flossen auch ein paar Tränchen…..aber was war mit King ???

Dann endlich der erlösende Anruf: King ist gesund und munter wieder da – hat einen nahegelegenen See abgestöbert. Gibt es eigentlich eine Kleemann ohne Richterbegleitung ( 🙂 )

Jetzt erst konnten sich a l l e Königsleitner und viele, die mitgezittert hatten, freuen! Gott sei Dank!

Herzlichen Glückwunsch auch an Rainer Seeber und seiner Chocolate von der Niederheide – der 5. Franke im Bunde – auch die beiden konnten das „KS“ mit nach Hause nehmen! Super!

Und…jetzt wurde natürlich auch gefeiert….aber erst ging es ab ins Meer!

Nach der Rückfahrt von der Insel Fehmarn in die Unterkünfte war die Luft raus…..wir hatten so fleißig auf diese Prüfung hingearbeitet….Der Wildbestand war einzigartig! Sowohl Hasen, als auch Fasane hatten wir reichlich! Das da unsere Hunde damit zurecht gekommen sind! Die Reviere top! Unser Revierführer mit Herz dabei – toll! Das Wetter war fast zu schön für die jagdliche Prüfung. Das war alles hervorragend!

Die Anspannung fiel langsam ab….und King? Der war fix und alle, aber wir feierten seinen „Geburtstag“!

Der Pokal für den schönsten Rüden – und – Nervennahrung für´s Herrchen……
das darf heute sein!

Am Abend ging es mit den „ganzen“ Franken zum nahegelegenen Italiener – sehr lecker! Und es wurde natürlich ausführlich von den Prüfungsgruppen berichtet…..

Lecker war es…..

…und danach noch zu den Gügel´s in die größte Wohnung. Danke Anja und Kathrin für´s Bewirten und Unterstützen. Ihr ward so tolle Teammitglieder und Helferinnen, Fahrerinnen, Brotzeitgastgeberinnen…..einfach für uns da! Auch euch 1000 Dank!

Der Samstag Vormittag wurde für´s Ausschlafen …und für´s Sightseeing im nahegelegenen Neustadt genutzt.

Bevor es zurück zum Stützpunkt ging….und wir ein Café fanden…..genossen wir einen Cappuccino.

Noch einmal wurden alle erfolgreichen Gespanne vorgestellt. Und das im neuen „Outfit“ – Danke an euch “Führer“ !
Und das war die ganze „Frankentruppe“ – eine ganz tolle Gemeinschaft! Jetzt freuten wir uns auf den Festabend.

Am Abend dann die Siegerehrung mit Hörnerklängen und kurzen Ansprachen und Ehrungen.

Das Büffett war „übersichtlich“ und die Selbstbedienung bei den Getränken war organisatorisch nicht der Veranstaltung würdig. Das war aber das Einzige, was zu bemängeln war.

Auf Wiedersehen —-

Zuhause angekommen…..freut sich Knoxl´s Herrchen…..er wär gerne selbst dabei gewesen……“gut gemacht mein Bub!“

Alle Gespanne sind gesund wieder zuhause angekommen. Danke an alle, die mitgeholfen haben, die uns die Daumen gedrückt haben…….Danke an alle Revierinhaber, bei denen wir üben konnten.

Jetzt wünsche ich den Führern und den Vierbeinern eine tolle Jagdsaison und viel Anlauf!